Die E-Rechnung kommt – und sie verändert mehr als nur das Rechnungsformat. In unserer Mobility Lounge haben wir gemeinsam mit Karsten Reinert beleuchtet, was die gesetzliche Pflicht konkret für Travel Management, Buchhaltung und Spend-Prozesse bedeutet – und wo im Alltag die echten Stolpersteine liegen.
Mit der EU-Initiative „VAT in the Digital Age" werden ab 2030 grenzüberschreitende E-Rechnungen in Europa Standard. Deutschland nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Rechnungen dürfen weiterhin per E-Mail übertragen werden – was im Gegenzug eine besondere Prüfpflicht auf Unternehmensseite auslöst.
Die E-Rechnung muss maschinenlesbar und EN-16931-konform sein. Entscheidend: Steuerlich relevant sind allein die XML-Daten – nicht das menschenlesbare PDF. Karsten erläuterte die Unterschiede zwischen PDF, XML, X-Rechnung und ZUGFeRD und warnte deutlich:
Ein zentraler Diskussionspunkt: Sollen Expense-Tools künftig auch als Rechnungseingangs- und Prüftools fungieren? Die Mehrheit der Teilnehmenden hält das für wünschenswert – die meisten Anbieter sehen sich aktuell jedoch nicht in dieser Rolle und bieten keine vollständige EN-Prüfung an. Einzelne Anbindungen wurden angekündigt, eine rechtzeitige und durchgängige Lösung ist aber nicht garantiert. Die Empfehlung lautet daher, frühzeitig auf Workarounds vorbereitet zu sein.
Das Thema bleibt in Bewegung – und wir behalten die weiteren Entwicklungen für Sie im Blick. Vertiefende Informationen, Antworten auf häufige Fragen und Updates finden Sie laufend auf unserer Wissensseite: https://www.travexis.de/wissen/erechnung
Referent der Mobility Lounge
Karsten Reinert
Manager Projects & Accounting
ifm Unternehmensgruppe

